Binance verliert Milliarden – Nordkorea im Verdacht
Ein Sicherheitsvorfall bei der Kryptobörse Binance hat zu unbefugten Transaktionen im Wert von schätzungsweise 6,3 Milliarden US-Dollar geführt.
Laut einer offiziellen Erklärung des Unternehmens und einem Bericht des Wall Street Journals sollen nordkoreanische Hacker über den kompromittierten Laptop eines DevOps-Ingenieurs in das System eingedrungen sein. Etwa drei Milliarden US-Dollar konnten durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Dienstleistern eingefroren werden, die genauen Auswirkungen auf die Nutzer sind derzeit noch unklar. Ari Redbord von TRM Labs bezeichnete den Vorfall bereits als „den größten Bankraub der Geschichte". Der bisherige Rekord lag bei 1,4 Milliarden US-Dollar, die vor anderthalb Jahren von der Kryptobörse Bybit gestohlen wurden – Binance könnte nun einen Verlust erleiden, der das mehr als doppelt übersteigt. Binance versichert, dass die Gelder der Nutzer sicher seien.
Changpeng Zhao, der Gründer und größter Anteilseigner von Binance, äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. Er teilte auf dem Kurznachrichtendienst X Informationen über die Unterstützung durch andere Kryptofirmen, die dazu beigetragen haben, den Abfluss von Geldern zu stoppen. Er schrieb, der Angriff sei zwar schmerzhaft, „aber wir werden das überleben". Binance plant, die Verluste aus dem hauseigenen Notfallfonds SAFU und aus Firmenmitteln zu decken. Die Kryptobörse hatte am Donnerstag Ein- und Auszahlungen vorübergehend ausgesetzt, Einzahlungen sind inzwischen wieder möglich, Auszahlungen sollen innerhalb von 48 Stunden wieder freigeschaltet werden.
Auch wenn drei Milliarden US-Dollar der gestohlenen Gelder zurückgehalten werden konnten, haben die Angreifer weiterhin einen beträchtlichen Betrag erbeutet. Dies könnte die Cyberkriminellen des nordkoreanischen Regimes in die Lage versetzen, ihre Rekordbeute von 2025 zu übertreffen, die hauptsächlich durch den Diebstahl bei Bybit entstanden war. Bisher sollen rund sechs Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen nach Nordkorea geflossen sein. Mehrere Cybersicherheitsfirmen haben laut dem Wall Street Journal den Angriff auf Binance dem abgeschotteten Regime zugeschrieben.
Nordkorea setzt seit Jahren Cyberangriffe ein, um Kryptowährungen zu stehlen und so internationale Sanktionen zu umgehen und Waren sowie Technologie zu finanzieren. Die Fähigkeiten des Regimes in diesem Bereich sind aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung weltweit nahezu unerreicht. Binance kündigte an, eng mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Quelle und Entstehung
- Quelle
- heise online (Deutschland)
- Originaltitel
- „Neuer größter Diebstahl: Über 6 Milliarden US-Dollar bei Binance abgegriffen“
- Erschienen
- 30. Oktober 2026, 07:01 Uhr
Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von heise online. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.