Christa Pike äußert sich erstmals zu ihren Qualen
Christa Pike hat sich erstmals seit dem missglückten Hinrichtungsversuch öffentlich geäußert und beschrieb die intensiven Schmerzen, die sie sowohl körperlich als auch psychisch belasten. Die 50-Jährige überlebte zwei Hinrichtungen und befindet sich nun in einem Krankenhaus.
In einer Erklärung, die sie ihrem Anwaltsteam diktiert hat, beschrieb Pike, wie sie am 30. September die Hinrichtungskammer im Riverbend Männergefängnis betreten hatte, bereit für den Tod. Sie hatte ihren Frieden gemacht und sich bei ihren Lieben bedankt. „Ich hatte den Menschen, die mich liebten, unterstützten und mir über die Jahre zur Seite standen, gesagt, dass ich ihnen dankbar sei,“ so Pike.
Sie gab an, den Anwesenden im Raum ihre „liebevolle Güte“ verabschiedet zu haben. Wenige Tage später erwachte sie jedoch in einem Krankenhaus, verwirrt und schmerzgeplagt. „Seit jener Nacht gab es keinen Moment, in dem ich keine Schmerzen hatte. Mein Körper tut weh. Meine Arme tun weh. Meine Hände tun weh. Mein Hals tut weh. Es fällt mir immer noch schwer, zu sprechen. Und die Schmerzen sind nicht nur körperlich. Mein Geist und meine Seele schmerzen,“ erklärte sie.
Pike befindet sich seit dem Vorfall weitgehend isoliert auf der Krankenstation des Gefängnisses, was sie mit der Einzelhaft vergleicht, die einen großen Teil ihrer 28 Jahre im Gefängnis ausmachte.
Ein Gericht hat die Behörden von Tennessee angewiesen, alle Beweismittel im Zusammenhang mit der gescheiterten Hinrichtung zu sichern. Alle weiteren Hinrichtungen in diesem Jahr wurden daraufhin ausgesetzt.
Christa Pike ist bisher die einzige Person, der ein Hinrichtungsversuch mit Giftspritze überlebt hat, was ihren Fall zu einem juristischen Novum macht. Die Familie des Opfers, der 19-jährigen Colleen Slemmer, hatte zuvor eine Hinrichtung gefordert. Die Mutter von Slemmer bezeichnete den Vorfall als „Desaster“.
Pike und ihr damaliger Freund Tadaryl Shipp waren 18 bzw. 17 Jahre alt, als sie Slemmer schlugen, folterten und töteten. Sie hatten sich in einem Berufsausbildungslager kennengelernt. Shipp entging der Todesstrafe, da er zum Tatzeitpunkt rechtlich noch minderjährig war und befindet sich weiterhin im Gefängnis.
Quelle und Entstehung
- Quelle
- Frankfurter Rundschau (Deutschland)
- Originaltitel
- „Nach gescheiterter Hinrichtung: Christa Pike bricht ihr Schweigen“
- Erschienen
- 30. Oktober 2026, 15:06 Uhr
Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von Frankfurter Rundschau. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.