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Feuerbakterium-Fund

Besorgnis in Weinbaugebieten an der deutsch-luxemburgischen Grenze

Der Nachweis des Feuerbakteriums *Xylella fastidiosa* in Weinbergen an der luxemburgischen Mosel, nahe der deutschen Grenze, betrifft nun auch Weinbaugebiete in Rheinland-Pfalz.

Tageskompass-Redaktion
· 2 Min. Lesezeit

Um die Ausbreitung des Bakteriums einzudämmen, wurden Pufferzonen um die betroffenen Gemeinden Mertert und Grevenmacher in Luxemburg eingerichtet. Diese umfassen auch Gebiete im Kreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.

Innerhalb dieser Pufferzonen sind nun einschränkende Maßnahmen vorgesehen, deren genauer Inhalt in einer Allgemeinverfügung festgelegt wird, die Anfang der kommenden Woche in Kraft treten soll, so eine Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier.

«Die Winzer sind in großer Sorge», äußerte Maximilian Hendgen, Geschäftsführer des Weinbauverbands Mosel. Der neue Schadenserreger stelle eine unbekannte Herausforderung dar, da es keine Erfahrungswerte für dessen Bekämpfung gebe. Befallene Rebstöcke sind nicht heilbar und müssen entfernt werden, und es gibt zahlreiche anfällige Wirtspflanzen.

Das Bakterium *Xylella fastidiosa* wurde Mitte Oktober an drei Standorten in den Weinbergen der Mosel und Sauer in Luxemburg entdeckt. Luxemburg reagierte umgehend mit Rodungsarbeiten in den drei betroffenen Zonen, die mittlerweile abgeschlossen sind. Die Entfernung weiterer potenzieller Wirtspflanzen auf angrenzenden Grundstücken läuft noch.

Das Bakterium, das weder für Menschen noch für Tiere gefährlich ist, kann erhebliche Schäden im Obst- und Weinbau verursachen, bis hin zum Absterben ganzer Pflanzen.

Die drei Befallszonen in Luxemburg umfassen insgesamt 2,35 Hektar, davon rund ein Hektar Weinberge. Fünf Winzer sind direkt betroffen, was für sie eine erhebliche Belastung darstellt. Die wirtschaftlichen Verluste sollen durch Entschädigungen abgefedert werden.

Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) betonte kürzlich im EU-Agrarrat in Luxemburg, dass das Feuerbakterium eine ernsthafte Gefahr für den Wein- und Pflanzenbau darstelle. «Die Behörden unserer beiden Länder arbeiten eng zusammen, um eine Ausbreitung des Bakteriums zu verhindern.»

Aufgrund des hohen Risikos ist das Bakterium in der EU als Quarantäneschädling eingestuft. Die ADD in Rheinland-Pfalz führt derzeit Probenuntersuchungen durch. Bisher wurde ein Befall in Rheinland-Pfalz nicht festgestellt.

EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hob die Besorgnis der luxemburgischen Winzer hervor und betonte, dass dies der erste Nachweis des Bakteriums außerhalb der Mittelmeerländer Italien, Spanien, Frankreich und Portugal sei. Das Bakterium wurde erstmals 2013 in Olivenplantagen in Italien entdeckt.

Unsicherheit über die weitere Entwicklung besteht weiterhin, so das Landwirtschaftsministerium in Luxemburg. Das tatsächliche Ausmaß der Infektion könne erst nach Vorliegen aller Laborergebnisse aus den Pufferzonen beurteilt werden. Sollten weitere Infektionen festgestellt werden, könnten zusätzliche Befalls- und Pufferzonen notwendig werden.

Das Bakterium wird hauptsächlich durch Insekten übertragen, die Pflanzensaft aus infizierten Pflanzen aufnehmen, darunter verschiedene Zikadenarten. Es kann eine Vielzahl von Pflanzenarten befallen und erhebliche Schäden verursachen, beispielsweise an Weinreben, Mandelbäumen und Zierpflanzen.

Quelle und Entstehung

Quelle
WELT (Deutschland)
Originaltitel
„Neues Feuerbakterium - «Winzer sind in großer Sorge»“
Erschienen
1. November 2026, 04:07 Uhr

Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von WELT. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.

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