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G20-Treffen

EU-Beauftragte Kallas kritisiert Lawrow scharf

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat den russischen Außenminister Sergej Lawrow während des G20-Außenministertreffens in Atlanta, USA, für die Verbreitung von Falschinformationen über den Ukraine-Krieg verurteilt. Sie erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, Lawrow habe „viele Lügen und falsche Darstellungen" vorgebracht, die anschließend widerlegt werden konnten.

Tageskompass-Redaktion
· 2 Min. Lesezeit

Lawrow zeigte laut Kallas keine Bereitschaft, Friedensverhandlungen aufzugreifen. Ein europäischer Diplomat beschrieb seine Auftritte als „ziemlich provokant". Auf Nachfrage wies Kallas die Behauptung zurück, Lawrow habe Anzeichen für ein Einlenken gezeigt und betonte, die Taten der russischen Führung sprächen eine andere Sprache als ihre Worte.

Die Monate Juli, August und September waren für die Zivilbevölkerung in der Ukraine besonders verheerend. Kallas forderte Russland auf, durch Handlungen zu beweisen, dass es Verhandlungen bereit ist, und betonte die Notwendigkeit, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten, insbesondere hinsichtlich einer Waffenruhe im Schwarzen Meer.

Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rief Russland dazu auf, das ukrainische Angebot für eine Waffenruhe, beginnend im Schwarzen Meer, anzunehmen.

Das traditionelle Gruppenfoto des Treffens wurde abgesagt, da europäische Vertreter nicht gemeinsam mit Lawrow posieren wollten. Bundesaußenminister Wadephul hatte erklärt, es könne „keine Normalität mit Russland" geben. Kallas bekräftigte, die Europäer wollten die Anwesenheit Russlands bei internationalen Treffen nicht zur Normalität werden lassen.

Lawrow kritisierte die europäischen Vertreter seinerseits für ihren „arroganten Boykott" und lobte gleichzeitig die Bereitschaft der Regierung von US-Präsident Donald Trump, den Dialog mit Moskau aufrechtzuerhalten. Ein US-Regierungsvertreter begründete die Absage des Gruppenfotos damit, einen diplomatischen Eklat zu vermeiden.

Lawrow berichtete von einem „angenehmen" Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio. US-Präsident Trump hat zudem den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Florida eingeladen und einige Sanktionen gegen Russland gelockert.

Lawrow kritisierte die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Angriffen auf russische Ziele als kontraproduktiv für neue Gespräche. Er wies auch auf ungelöste Probleme in den Beziehungen zu den USA hin, darunter die bestehenden Sanktionen und die Waffenlieferungen an Kiew.

Sowohl Russland als auch die Ukraine haben sich zu trilateralen Gesprächen mit den USA erklärt. Selenskyj hatte ein solches Treffen vom 6. bis 10. November in Abu Dhabi angestrebt. Kiew wünscht sich zudem die Einbeziehung Europas in die Friedensgespräche. Lawrow bekräftigte die unveränderte Position Russlands, das eine militärische Bedrohung durch die Ukraine für seine Sicherheitsinteressen nicht akzeptieren könne. Er verwies auf die Genehmigung des US-Außenministeriums zum Verkauf von 500 Patriot-PAC-3-Raketen an die Ukraine als Beispiel für die anhaltende US-Unterstützung.

Quelle und Entstehung

Quelle
WELT (Deutschland)
Originaltitel
„USA: „Viele Lügen“ – EU-Außenbeauftragte Kallas kritisiert Lawrows Auftreten bei G20-Treffen“
Erschienen
31. Oktober 2026, 01:16 Uhr

Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von WELT. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.

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