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Flávio Bolsonaro flieht nach Miami: Reise durch Südamerika nach Wahlniederlage

Nach der Wahlniederlage seines Vaters hat Flávio Bolsonaro Brasilien verlassen und ist am Mittwoch mit seiner Familie in Miami, Florida, eingetroffen. Die Reise führte über Argentinien und Ecuador, beides Länder, deren Präsidenten der Trump-Regierung nahestehen. Dies geschah kurz nachdem die US-Regierung Bolsonaro und seiner Familie Visa erteilt hatte.

Tageskompass-Redaktion
· aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Die Stichwahl am vergangenen Sonntag gewann Luiz Inácio Lula da Silva mit 51,8 Prozent der Stimmen und sichert sich damit eine vierte Amtszeit als Präsident Brasiliens. Donald Trump äußerte sich kritisch zu dem Wahlergebnis und erkannte es nicht an.

Flávio Bolsonaro, der als Senator fungiert, wird in Brasilien wegen Korruption, Geldwäsche und Devisenverstößen untersucht. Ein brasilianischer Richter hatte ihm die Abgabe seiner Reisepässe bis Dienstagmittag befohlen, was er mit der Aussage, es handele sich um politische Verfolgung, bestritt.

Die argentinischen Behörden bestätigten, dass Bolsonaro, seine Frau und seine beiden Töchter am Dienstag über die Tancredo-Neves-Brücke nach Argentinien eingereist sind. Von dort aus erfolgte der Weiterflug nach Ecuador und schließlich zum Miami-Opa Locka Executive Airport. Laut Flightradar24 landete ein Flugzeug, das der Beschreibung von Bolsonaros Maschine entsprach, gegen 4 Uhr Ortszeit in Guayaquil, Ecuador. Ein brasilianischer Diplomat gab an, dass Bolsonaro mit einem italienischen Reisepass nach Argentinien eingereist sei, da seine Ausreise nicht in den brasilianischen Aufzeichnungen vermerkt wurde. Bolsonaro besitzt seit 2023 die italienische Staatsbürgerschaft.

Bolsonaros Flucht könnte die Beziehungen zwischen Lula und dem argentinischen Präsidenten Javier Milei belasten. Trump äußerte seine Unterstützung für Bolsonaro und seine Familie und bezeichnete das Wahlergebnis als „seltsam„ und „schrecklich“, ohne dies näher zu erläutern. Er erkannte das Ergebnis nicht an.

Das Ergebnis der Stichwahl, bei der Lula da Silva rund 4,4 Millionen Stimmen mehr erhielt als Bolsonaro, wird erst am 18. Dezember offiziell bestätigt. Die Wahl markierte eine wichtige Niederlage für die zunehmende Ausrichtung Brasiliens auf rechtsgerichtete Regierungen, die mit der Trump-Regierung verbunden sind.

Vor seiner Abreise besuchte Bolsonaro seinen Vater, den ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, der sich derzeit in Hausarrest befindet und eine 27-jährige Haftstrafe verbüßt, nachdem er nach seiner Wahlniederlage 2022 einen Putsch geplant hatte. Der Oberste Gerichtshof untersucht zudem, ob Bolsonaro ein Sportwettenunternehmen zur Geldwäsche nutzte und ob er Millionen von Dollar von einem Bankier erhalten hat.

Quelle und Entstehung

Quelle
Münchner Merkur (Deutschland)
Originaltitel
„Wie Flávio Bolsonaro aus Brasilien floh und nach Miami gelangte“
Erschienen
29. Oktober 2026, 07:53 Uhr

Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von Münchner Merkur. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.

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