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Debatte um Abschiebung

Leverkusener Stadträte treffen Familie Rouf

Chamsul Rouf zeigte sich sichtlich bewegt bei einem Treffen mit mehreren Mitgliedern des Stadtrats von Leverkusen. Umgeben von Freundinnen, die sie während des gesamten Gesprächs unterstützten, sprach sie über die ungewisse Zukunft ihrer Familie und die Möglichkeit der Rückkehr ihres Mannes und ihrer volljährigen Tochter nach Sri Lanka, wo sie bereits abgeschoben wurden.

Tageskompass-Redaktion
· 1 Min. Lesezeit

„Ich bin mit meinen Nerven am Ende und schaffe das auf Deutsch nicht,“ erklärte Chamsul Rouf, die sich auf die Übersetzung ihrer Freundinnen verlassen musste. Das Treffen diente dazu, die Stadträte über die persönliche Situation der Familie zu informieren und die Auswirkungen der Abschiebung zu verdeutlichen. Sie betonte die gesundheitlichen Probleme ihres Mannes, der an einer Herzerkrankung leidet und täglich Medikamente einnehmen muss, sowie die mangelnde medizinische Versorgung in Sri Lanka.

Ihr Sohn Ruhaim Rouf, der zeitweise ein Kirchenasyl aufsuchte, war ebenfalls anwesend. Er hatte während der Abschiebung eine Klassenfahrt absolviert und verließ das Asyl mittlerweile. „Ich bin wirklich traumatisiert. Ich brauche endlich eine Lösung,“ sagte der 15-Jährige, der sich aufgrund von Sicherheitsbedenken derzeit nicht bei seiner Familie aufhält.

Das Treffen mit der Familie Rouf diente nicht nur der Klärung ihres Einzelfalls. Ratsmitglieder von SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Klimaliste Leverkusen nutzten die Gelegenheit, um grundsätzliche Fragen zur Praxis der Leverkusener Ausländerbehörde zu diskutieren. Am Montag wird der Stadtrat sich dem Thema annehmen und die Verwaltungspraxis der Behörde unter die Lupe nehmen.

Obwohl der Stadtrat selbst keine Abschiebungen anordnen kann, hat er die Möglichkeit, politischen Einfluss auf die Verwaltung auszuüben und deren Praktiken zu verändern. Die Antragsteller, darunter SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Die Linke und Volt, wollen erreichen, dass die Ausländerbehörde die Ausstellung bestimmter Bescheinigungen einschränkt, wenn die Voraussetzungen für einen Aufenthaltstitel bereits erfüllt sind. Schätzungen zufolge könnten aktuell über 200 Menschen in Leverkusen davon betroffen sein.

Die Familie Rouf lebt seit acht Jahren in Leverkusen, ist in der Gemeinschaft integriert und hat die deutsche Sprache erlernt. Unterstützer argumentieren, dass dies wichtige Gründe für die Gewährung eines dauerhaften Aufenthalts sind.

Quelle und Entstehung

Quelle
WDR Nachrichten (Deutschland)
Originaltitel
„Sorge um weitere Abschiebung | Leverkusener Politiker treffen Familie Rouf“
Erschienen
1. November 2026, 05:05 Uhr

Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von WDR Nachrichten. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.

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