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Gasspeicherstände sinken

Behörden beruhigen, Experten warnen

Die Gasspeicher in Deutschland sind dieses Jahr voraussichtlich nicht so voll wie üblich und verfehlen die gesetzliche Vorgabe von 80 Prozent. Die Bundesnetzagentur betont jedoch, dass die Gasversorgung weiterhin stabil sei. Auch das Wirtschaftsministerium plant, die Speicherpflicht im Jahr 2027 aufzuheben.

Tageskompass-Redaktion
· 1 Min. Lesezeit

Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller versicherte am Sonntag, dass Deutschland auch ohne die Erreichung der Speicherziele für den kommenden Winter ausreichend mit Erdgas versorgt sei. Er betonte, dass die Bedeutung der Speicher sich verändert habe und das Zusammenspiel von Pipelines, Flüssiggasimporten und Infrastruktur entscheidend für die Versorgung sei. „Die Gasversorgung ist stabil. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung aktuell als gering ein.“

Zum 1. November müssen die meisten Gasspeicher in Deutschland zu mindestens 80 Prozent gefüllt sein, sechs davon zu 45 Prozent, was ein bundesweites Ziel von rund 70 Prozent ergibt. Derzeit liegt der Füllstand bei 61,17 Prozent.

Die Initiative Energien Speichern (INES) warnt dennoch vor Risiken, insbesondere bei einem kalten Winter. Ihr Geschäftsführer Sebastian Heinermann äußerte: „Sehr niedrige Speicherfüllstände gegen Ende des Winters sind aus Sicht der Versorgungssicherheit besonders kritisch.“ Der Grünen-Politiker Michael Kellner kritisierte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und warf ihr mangelnde Vorsorge vor. Er forderte einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien.

Bundesnetzagentur-Chef Müller räumte ein, dass die Gaspreise für Verbraucher voraussichtlich steigen werden, führte dies aber nicht auf die geringe Speicherbefüllung zurück, sondern auf die energiepreistreibenden Krisen.

Die niedrigen Speicherstände sind auf die hohen Großhandelspreise im Sommer aufgrund des Iran-Konflikts zurückzuführen, was die Einspeicherung wirtschaftlich unattraktiv machte. Die Speicherpflicht soll 2027 auslaufen, stattdessen plant das Wirtschaftsministerium eine „nationale Gasreserve" von 24 Milliarden Kilowattstunden, die durch eine Umlage auf den Gaspreis finanziert werden soll.

Quelle und Entstehung

Quelle
MDR Nachrichten (Deutschland)
Originaltitel
„Gasspeicher dieses Jahr nicht so voll wie sonst – nicht alle sind entspannt“
Erschienen
1. November 2026, 14:19 Uhr

Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von MDR Nachrichten. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.

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