Ehrlichkeit im Bewerbungsgespräch: Schuldeingeständnisse können punkten
Ein Eingeständnis, bestimmte Aufgaben noch nicht zu beherrschen, kann sich in einem Bewerbungsgespräch als positiv erweisen.
Laut einer Studie von Bumeran, durchgeführt von Red & Green Flags, halten 50 Prozent der Personalverantwortlichen es für vorteilhaft, wenn ein Bewerber offenlegt, welche Kenntnisse oder Fähigkeiten er noch entwickeln muss. Die Studie identifiziert Verhaltensweisen, die den Erfolg in einem Auswahlprozess begünstigen oder behindern können.
Das Forschungsergebnis unterstreicht zudem die Bedeutung eines konsistenten Gesprächsverlaufs, des Interesses an der Organisation und eines professionellen Auftretens von Beginn an. Im Gegensatz dazu lösen Lügen über den beruflichen Werdegang oder das Nichthalten von Zusagen ohne vorherige Kommunikation Alarm aus.
Eine Ehrlichkeit bezüglich der beruflichen Erfahrung ist ein entscheidender Faktor, den Personalverantwortliche beobachten. Demnach bewerten 59 Prozent der Experten das Lügen über den Lebenslauf als negatives Signal. Ebenso kritisch wird das Nichthalten von Zusagen während des Auswahlprozesses ohne vorherige Kommunikation betrachtet, ebenfalls von 59 Prozent.
Weitere Verhaltensweisen können eine Bewerbung negativ beeinflussen. 47 Prozent der Befragten sehen respektloses Verhalten als Warnsignal, während 41 Prozent das Übertreiben oder Fälschen von Fähigkeiten als ungünstig erachten. Auch mangelnde Transparenz bei der Erklärung der Gründe für den vorangegangenen Jobwechsel wird von 35 Prozent kritisiert.
Zu den Verhaltensweisen, die einen schlechten Eindruck hinterlassen können, gehören außerdem: keine Fragen zum Prozess stellen, negativ über frühere Arbeitgeber sprechen, sich ausschließlich auf Ergebnisse konzentrieren ohne die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu erwähnen und widersprüchliche Angaben zur bisherigen Erfahrung machen. Jede dieser Verhaltensweisen wurde von 24 Prozent der Experten genannt. 18 Prozent bewerten das Übertreiben der in früheren Positionen wahrgenommenen Verantwortlichkeiten ebenfalls negativ.
Das Eingeständnis von Wissenslücken muss nicht unbedingt eine Bewerbung ausschließen. 50 Prozent der von Bumeran befragten Experten halten es für positiv, wenn eine Person zugibt, bestimmte Fähigkeiten noch nicht zu beherrschen. Dies ermöglicht eine transparente Darstellung der eigenen Fähigkeiten, anstatt vorgeblich Kenntnisse zu beanspruchen, die nicht vorhanden sind.
Auch die Kohärenz ist wichtig: 56 Prozent der Personalverantwortlichen sehen darin ein positives Signal, wenn der Bewerber einen konsistenten Werdegang und eine klare Kommunikation über alle Phasen hinweg aufweist. Darüber hinaus schätzen 50 Prozent, wenn der Bewerber sich über das Unternehmen informiert und Fragen stellt, um den potenziellen Arbeitsplatz besser kennenzulernen.
Professionelles Verhalten und ein echtes Interesse an der Stelle werden ebenfalls mit 44 Prozent genannt. Proaktivität und die Bereitschaft, die Position zu übernehmen, werden von 38 Prozent der Experten betont. Das Demonstrieren von Erfahrung anhand konkreter Beispiele und das Hervorheben von Soft Skills kommen mit 31 Prozent hinzu. Schließlich halten 25 Prozent eine klare Motivation und die Fähigkeit zur Nachweisbarkeit technischer Kenntnisse für wichtig.
Quelle und Entstehung
- Quelle
- La República
- Originaltitel
- „Decir "no sé hacerlo" puede darte el trabajo: la insólita clave que valoran los reclutadores en una entrevista laboral“
- Erschienen
- 1. November 2026, 01:08 Uhr
- Sprache
- Übersetzt aus dem Spanischen
Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von La República. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.