IG Metall ruft über 100.000 Beschäftigte zur Streikbeteiligung auf
Die IG Metall NRW kritisiert das Angebot der Arbeitgeberseite als unzureichend und wirft den Arbeitgebern vor, mit einer Lohnerhöhung von lediglich 1,3 Prozent einen Angriff zu starten. Die Gewerkschaft fordert mindestens fünf Prozent mehr Lohn und hat ab dem 1. November Warnstreiks in nordrhein-westfälischen Betrieben angekündigt.
Bereits in der Nacht zu Donnerstag liefen deutschlandweit erste Warnstreiks. In Betrieben in Andernach und Hildesheim legten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit nieder und stellten die Produktion ein.
Der erste Streik in NRW soll heute Abend in Bielefeld beim Autozulieferer Gestamp Umformtechnik GmbH stattfinden, wo ab 22 Uhr eine Kundgebung geplant ist. Am Montag sind in über zwei Dutzend Betrieben im gesamten Land Gewerkschaftsmitglieder zur Teilnahme an Warnstreiks aufgerufen. Eine vollständige Liste der betroffenen Unternehmen ist verfügbar.
In NRW sind rund 640.000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt. Davon sind etwas mehr als 100.000 streikberechtigt. Arndt Kirchhoff, Präsident von METALL NRW, verteidigt das Angebot der Arbeitgeber und argumentiert mit der Notwendigkeit eines gemeinsamen Kraftaktes zur Rettung der Industrie.
„Wir brauchen in dieser Tarifrunde nicht weniger als einen gemeinsamen Kraftakt zur Rettung unserer Industrie an den heimischen Standorten,“ so Kirchhoff.
Er sieht die Metallindustrie weiterhin in einem Krisenmodus und verweist auf eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen, in der 44 Prozent die Geschäftslage als schlecht und nur 17 Prozent als gut bewerten.
Die IG Metall NRW hält das Angebot für unangemessen und bemängelt, dass es nicht einmal die gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgleicht. Die Gewerkschaft fordert neben fünf Prozent mehr Lohn und einer zwölfmonatigen Laufzeit auch eine soziale Komponente für geringer verdienende Beschäftigte sowie eine Gewinnbeteiligung.
„Die Arbeitgeber haben die Chance vertan, ein Signal des Respekts und der Anerkennung an die Beschäftigten zu senden. Ihr Angebot kommt zu spät, ist zu niedrig und soll die Beschäftigten über eine zu lange Zeit von einer Entgeltentwicklung abkoppeln,“ erklärte Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und Verhandlungsführer.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 9. November angesetzt. Insgesamt sind in Deutschland rund 3,7 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Die Warnstreiks betreffen vor allem wichtige Industriezweige wie den Automobil- und Maschinenbau sowie die Elektro- und Metallerzeugung.
Quelle und Entstehung
- Quelle
- WDR Nachrichten (Deutschland)
- Originaltitel
- „IG Metall beschließt Warnstreiks | 100.000 Beschäftigte in NRW aufgerufen“
- Erschienen
- 1. November 2026, 18:14 Uhr
Dieser Text ist eine KI-gestützte Fassung der Meldung von WDR Nachrichten. Unsere Redaktion hat ihn vor der Veröffentlichung geprüft und um die Einordnung ergänzt. Fakten, Zahlen und Zitate stammen aus der genannten Quelle. Wie wir arbeiten und KI einsetzen, erklären unsere redaktionellen Richtlinien.